Hallo zusammen,
viele SAP-Prozesse funktionieren nach einem bekannten Muster: Ein Schritt wird abgeschlossen, dann folgt der nächste – oft angestoßen durch manuelle Aktionen oder zeitgesteuerte Jobs. Das hat lange gut funktioniert, stößt aber in einer zunehmend dynamischen Geschäftswelt an seine Grenzen.
Genau hier kommen ereignisgesteuerte Prozesse ins Spiel. Sie ermöglichen es, SAP-Prozesse in Echtzeit auszulösen und deutlich flexibler zu gestalten.
Was das konkret bedeutet und warum dieser Ansatz immer wichtiger wird, schauen wir uns in diesem Beitrag an.
Was sind ereignisgesteuerte Prozesse?
Bei ereignisgesteuerten Prozessen wird ein Ablauf nicht mehr manuell oder zeitgesteuert gestartet, sondern durch ein konkretes Ereignis (Event).
Typische SAP-Ereignisse sind zum Beispiel:
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eine neu angelegte Bestellung,
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eine freigegebene Rechnung,
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eine Statusänderung in einem Geschäftsobjekt.
Sobald das Ereignis eintritt, wird automatisch eine Folgeaktion ausgelöst – ohne Verzögerung.
Event-driven Architecture im SAP-Umfeld
Im modernen SAP-Umfeld spricht man dabei häufig von einer Event-driven Architecture (EDA). Systeme reagieren nicht mehr auf Abfragen, sondern senden aktiv Informationen, sobald sich etwas ändert.
SAP unterstützt diesen Ansatz zunehmend, insbesondere:
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in SAP S/4HANA,
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in Kombination mit Cloud-Architekturen,
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über die SAP BTP als zentrale Plattform.
So lassen sich Prozesse lose koppeln und systemübergreifend orchestrieren.
Warum ereignisgesteuerte Prozesse immer wichtiger werden
Der Wechsel von klassischen zu ereignisgesteuerten Prozessen bringt mehrere Vorteile:
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Schnellere Reaktionszeiten durch Echtzeitverarbeitung
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Mehr Flexibilität, da Prozesse nicht starr vorgegeben sind
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Bessere Skalierbarkeit in komplexen Landschaften
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Weniger Abhängigkeiten zwischen Systemen
Unternehmen können damit deutlich schneller auf Veränderungen reagieren – intern wie extern.
Zusammenspiel mit Automatisierung und RPA
Besonders spannend wird es, wenn ereignisgesteuerte Prozesse mit Automatisierung kombiniert werden. Ein SAP-Event kann zum Beispiel:
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automatisch einen Workflow starten,
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einen RPA-Bot auslösen,
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ein externes System informieren.
So entstehen End-to-End-Prozesse, die ohne manuelle Eingriffe funktionieren und trotzdem flexibel bleiben.
Vom Reagieren zum Agieren
Ein großer Vorteil dieses Ansatzes ist der Schritt vom reaktiven zum proaktiven Prozessmanagement. Probleme, Verzögerungen oder Abweichungen werden frühzeitig erkannt und automatisiert adressiert – bevor sie eskalieren.
Fazit
Ereignisgesteuerte Prozesse sind ein zentraler Baustein moderner SAP-Architekturen. Sie ermöglichen Echtzeitreaktionen, flexible Prozesssteuerung und eine enge Verzahnung von Integration und Automatisierung.
Für Unternehmen, die ihre SAP-Prozesse zukunftssicher aufstellen wollen, lohnt sich ein genauer Blick auf diesen Ansatz.
Habt ihr Fragen oder möchtet wissen, wie ereignisgesteuerte Prozesse sinnvoll in eure SAP-Landschaft integriert werden können?
Dann meldet euch gerne bei uns.
Bis bald und viel Erfolg!
Euer amotIQ solutions Team